RSO Radiosynoviorthese

Verfahren zur Behandlung bestimmter schmerzhafter Gelenkerkrankungen

Bei der Radiosynoviorthese handelt es sich um eine gezielte Behandlung  schmerzhafter Gelenkveränderungen unter Verwendung radioaktiver Substanzen, bei Arthritis oder Rheumaerkrankungen.

Ausführung/Technik:

  1. Ausführliche örtliche Betäubung und Punktion des betroffenen Gelenkes mit einer dünnen Nadel, in der Regel unter Röntgen-Durchleuchtungskontrolle und mit Kontrastmittel (KM).
  2. Abpunktion eines evtl. vorhandenen Gelenkergusses.
  3. Einspritzen der radioaktiven Substanz, die Gesamtdauer beträgt wenige Minuten.

Die örtliche Betäubung hemmt und vermindert die Entzündungsaktivität der Gelenkhaut (Synovia). Die Gelenkzerstörung wird aufgehalten. Die Schmerzen können gelindert werden und überschießende Ergussbildung wird verhindert.

Die Behandlung wird bevorzugt bei entzündlichen/rheumatoiden Erkrankungen oder aktiver Arthritis aller Gelenke mit Ausnahme der Wirbelsäule eingesetzt.

Bakterielle Gelenksentzündungen („Septisches Knie“), Schwangerschaft, Stillzeit.

Bei der Radiosynoviorthese sind Nebenwirkungen bzw. Komplikationen äußerst selten. Trotz größter Sorgfalt können im Wesentlichen auftreten:

  • Überwärmung der Gelenke
  • Leichte Schwellung

Beides kann durch kühle Umschläge oder vorübergehende Rheumatabletten in der Regel gut behoben werden.

Eine spezielle Vorbereitung ist nicht erforderlich.

3-Phasen-Skelettszintigrafie, u.U. Gelenksonografie, MRT

Der gesamte Behandlungsaufwand dauert normalerweise ca. 30 Minuten.

Ruhigstellung der Gelenke mittels Schiene für zwei Tage.